18.02.2011

Kunstvolle Kraniche sollen der Kinderklinik helfen

Dortmunder Goldschmiedin
unterstützt das Palliativzentrum

VON BIÖRN KORTE OSTVEST.
Zwei weiß gekleidete junge Frauen sitzen in einem schmucklosen Schaufenster und falten Kraniche aus weißem Papier. Eine "Kunst·Performance", die in der Dortmunder Innenstadt Blicke auf sich gezogen hatund die dem Kinderpalliativzentrum in Datteln eine Spende beschert.
Es ist zwar nicht die größte Spende, die das Haus für junge, todkranke Schmerzpatienten bekommen hat, aber eine "sehr schöne und symbolträchtige Aktion", sagt Dr. Martina Klein von der Kinderklinik. Stattgefunden hat die Performance im Schaufenster der Schmuckgalerie von Goldschmiedin Andrea Schmidt. Die Origami-Kraniche gingen weg wie frische Brötchen - ab einem Euro. "Einige haben aber auch bis zu 40 Euro bezahlt", sagt Andrea Schmidt. "Weil sie die Aktion für die Kinderklinik und die Geschichten dahinter so gut fanden." Insgesamt sind 830 Euro zusammen gekommen.
Die Geschichten dahinter sind japanische Sagen. In Japan gilt der Kranich als Glückssymbol. Wer tausend Kraniche faltet, hat bei den Göttern einen Wunsch frei. So steht es in einer Sage", sagt die Goldschmiedin, die ein Familienschicksal mit der Kinderklinik verbindet: "Mein Bruder ist hier in den 60er-Jahren an einem Gehirntumor gestorben."
1000 Kraniche waren es zwar nicht, die gefaltet und verkauft wurden, aber mehrere Hundert. Weitere will die Goldschmiedin demnächst mit Kindern und Eltern im Palliativzentrum falten. Und was wünscht sie sich, wenn der 1000. gefaltet ist? "Dass das Haus weiter lebt und weiter viele Spenden bekommt."
Daran mitarbeiten will Andrea Schmidt auch mit einer Schmuck-Aktion im Palliativzentrurn. Sie will kleine Silber Amulette mitbringen und Wörter auf diesen einstanzen. Wörter, die sich die Kinder ausdenken. Die Amulette bekommen die Kinder geschenkt. Was übrig bleibt, soll verkauft werden - zu Gunsten des Palliativzentrums.
Wann die Aktion stattfinden wird, steht noch nicht fest. "Im Rahmen eines öffentlichen Festes", sagt Dr. Martina Klein.
Sie dankte bei der Spendenübergabe auch Eva Schlömer. Die Theaterwissenschaftlerin und ihre Freundin Susanne Esser hatten die Idee zur Performance "bewegtes Schaufenster" - und diese auch umgesetzt.



Alle Kraniche fliegen hoch: Eva Schlömer, Dr. Martina Klein und Andrea Schmidt (v.l.) freuen sich über den Erfolg einer Kunst-Aktion in einem Dortmunder Atelier zu Gunsten des Kinderpalliativzentrums. - FOTO: KALTHOFF

Waltroper Zeitung